Topfenknödel

Heute gibt es von mir ein Rezept, das schon immer auf der Liste meiner Lieblingsspeisen steht. Egal ob von Oma oder Mama gekocht, gefüllt oder ungefüllt, ich war immer begeistert. Die Rede ist von Topfenknödel, fixer Bestandteil der österreichischen (Mehlspeisen-) Küche, welche ich ohnehin als die besten aller Küchen empfinde.

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Als Knödelliebhaber, wie ich es bin, macht es einen Unterschied, welche weiteren Zutaten neben Ei und Topfen verwendet werden. Mama verwendet immer Grieß und Mehl, Oma zusätzlich Semmelbrösel und ich habe dieses Mal Schmelzflocken genommen. Die Konsistenz verändert sich dadurch extrem, vom Geschmack bleibt es aber gleich. Meinen persönlichen Favoriten habe ich ehrlich gesagt noch nicht gefunden, weil ich alle drei sehr gerne esse.

Bei der Füllung sind dem Koch keine Grenzen gesetzt – Obstsorten jeglicher Art, Marmelade, Aufstriche/Mus, Nüsse, Mohn, … die Liste ist lange. Ebenfalls wie jene der Beilagen und des Mantels. Manche bevorzugen ganz klassisch die Butterbrösel, ich kann von Mohn nicht genug bekommen und manche zerbröseln Kekse. Ein Kompott als Beilage ist eine Möglichkeit, Joghurt, fruchtige, aber auch schokoladene Saucen oder sogar Pudding sind andere Möglichkeiten. Wie gesagt, der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Ich habe heute eine neue Variante ausprobiert, und zwar die mit Schmelzflocken. Schmelzflocken sind Vollkorn-Haferflocken, die sehr gut wasserlöslich sind und sich im Müsli, zu Joghurt oder mit Milch zu einem Brei angerührt sehr gut machen.

Die Füllung, für die ich mich entschieden habe, war auch neu für mich, da ich normalerweise keine, oder sonst Obst nehme. Ich gab dieses Mal ca. einen halben Löffel Karamell-Aufstrich hinein.

Gewälzt habe ich die Knödel in einer Mischung aus zerbröselten Spekulatiuskeksen und gemahlenem Mohn. Für Mohn habe ich eindeutig eine Schwäche, besonders in Kombination mit süßen Gerichten.

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Zu guter Letzt habe ich bei meiner Beilage die restlichen Himbeeren, die ich im Sommer aus dem Garten geerntet habe, und noch übrig waren, im Topf kurz erwärmt und mit ein wenig Joghurt und Vanille aus der Vanillemühle angerichtet. Wahrlich ein Traum!

Nun zum Rezept. Für eine Portion braucht ihr:

  • 125g Magertopfen (halbe Packung)
  • 1 Ei
  • 80g Schmelzflocken oder je 35g Mehl und Grieß
  • Prise Salz

Die vier/fünf Zutaten gut verrühren und im Kühlschrank eine halbe bis eine Stunde kühlen. Danach formt ihr die Knödel mit leicht feuchten Händen und füllt sie mit einer Fülle eurer Wahl. Wenn ihr die Knödel zu groß macht, bleiben sie innen leicht „gatschig“, also lieber mehrere kleine machen – sehen ohnehin besser aus.

Sobald das zugestellte Salzwasser kocht, gebt ihr die Knödel hinein, schaltet die Temperatur herunter, so dass das Wasser nur leicht dahinköchelt. Gleichzeitig solltet ihr, wenn ihr Butterbrösel machen wollt, Butter zerlassen und die Brösel darin goldbraun rösten. Für die Fruchtsauce einfach eine Handvoll Obst in einem Topf erwärmen und je nach Belieben süßen/pürieren/binden … . Alsbald die Knödel auf der Oberfläche schwimmen gebt ihr sie vorsichtig mit einem Sieb oder Löffel in die Butterbrösel/ Kekskrümmel/ Mohn/ Kokos /… und serviert sie mit weiteren Brösel und der Fruchtsauce.

Gutes Gelingen und guten Appetit,
Lisa

English recipe

For one serving you need:

  • 125g curd
  • 1 egg
  • 80g soft oats or 35g each semolina and flour
  • pinch of salt

Mix together the first four ingredients and let the dough sit for one to two hours in the fridge.

Using your hands form small dumplings and let them simmer in saltwater until they swim on the surface. Roll them in roasted bread-crisps/ coconut/ cacao/ poppy seeds or whatever you like.

Serve together with fruit puree, plain fruits or ice cream.

Enjoy!
LISA

 

 


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