Meine Leidenschaft zum Backen – fruchtiger Germ-Kranz

Backen ist eine große Leidenschaft von mir, das Gebackene jedoch dann essen wieder eher nicht. Leider. Dafür kann sich mein Umfeld dann größer davon bedienen – denn mehr als ein Stück einer Torte/Kuchen/Muffin etc. wird es eher selten. Warum? Das weiß ich nicht. Es gibt natürlich zwei Ausnahmen: Apfel-Dattelbrot und Bananenbrot. Bananenbrot könnte ich im Ganzen verschlingen, genauso wie Apfel-Dattelbrot. Und mit verschlingen meine ich auch verschlingen. Aber um diese Köstlichkeiten geht es heute, traurig – ich weiß, nicht.

Da ich seit einem halben Jahr nicht mehr zu Hause wohne, bleibt diese Leidenschaft, zum Unwohl meinerseits, sehr auf der Strecke. Ich weiß ganz genau, dass selbst, wenn ich nur sechs Muffins backen würde, diese am Ende der Woche noch immer da wären. Auch wenn sie mir total schmecken, ich würde sie nur anrühren, weil ich weiß, dass sie sonst schlecht werden und wegwerfen ein absolutes NO GO für mich ist. Cookies/Kekse würde ich eher backen, aber auf diese Idee bin ich tatsächlich erst jetzt gerade gekommen. Ich glaube, dieses Vorhaben wird bald realisiert!

Als ich auszog, freute ich mich daher umso mehr auf den Geburtstag meiner Schwester, weil ich dachte, dass ich da sicher meine Torten-Backkünste auspacken kann und ihr wieder ihre geliebte Nusstorte präsentieren kann. Aber, wie es der Teufel will, hat sie natürlich an einem Dienstag Geburtstag, was mir sehr ungelegen kam. Die Fahrt, oder eher schon Reise, dauert 4-5 Stunden – also undenkbar, dass ich da irgendwie eine Torte herzaubern kann. Doch aus der Not machte ich eine Tugend und überraschte sie stattdessen mit Cookies schon am Wochenende davor.

Zu Weihnachten gibt es bei uns eigentlich keine Mehlspeise, da wir sowieso immer noch Kekse übrig haben. Auch zu Ostern haben wir noch nie eine Torte oder einen Kuchen gemacht, aber ich glaube das ändere ich heuer.

Dreimal dürft ihr raten wann Papa Geburtstag hat? Richtig, an einem Dienstag – also keine Torte von Lisa. Finde ich sehr schade, denn letztes Jahr waren alle begeistert von der Schokoladetorte, die ich sogar dreistöckig gemacht habe. Ein Rezept dazu gibt es sicher noch!

Warum ich keine Torten vor einem Geburtstag backe ist ganz einfach erklärt: Das bringt Unglück. Und ich will nicht der Übeltäter für ein ungelungenes Jahr sein.

Hoffentlich geht es sich aus, dass ich zu Muttertag und zu Vatertag zu Hause sein kann – das würde mir sehr wichtig sein, nicht nur weil ich meinen liebsten eine Torte, oder für Mama eher etwas Gesundes und Fruchtiges (von wem habe ich das wohl? 🙂 ), präsentieren kann, sondern weil ich gerne an besonders gewidmeten Tagen, also eben die beiden letztgenannten oder Geburtstagen, Zeit mit diesen Personen verbringen will.

Intelligent wie ich bin, habe ich mich natürlich letztes Wochenende gleich bei Oma angemeldet, dass ich ihr zu ihrer 70er-Feier im September eine Torte, oder zwei, backen werde. Ich freue mich jetzt schon tierisch.

Jetzt aber zum Germkuchen, den ich im Sommer mit Früchten aus dem Garten gebacken habe. Germ ist eine Lieblingszutat meiner Mama und mir und dürfte ruhig überall enthalten sein. Die Früchte aus dem Garten sind für mich sowieso das Paradies. Eines steht für mich jetzt schon fest: Wenn ich irgendwann genug Geld habe, ziehe ich in ein Haus (am Land – die Stadt ist zwar schön und praktisch, aber nichts auf Dauer) mit einem Garten, wo ich mein eigenes Gemüse und Obst anbauen kann. Ich habe sogar schon Pläne, wie dieser Garten aussehen soll – ja, ich plane immer alles. 🙂

Zurück zum Rezept. Ich habe eine Kranzform verwendet, eine 20 x 20 cm Form passt allerdings auch!

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Zutaten:

  • 1/2 Würfel Germ
  • 200ml Milch
  • 500g Mehl
  • 70g Zucker
  • 100g weiche Butter
  • 1 Ei
  • 600-700g Äpfel und Himbeeren, oder jedes andere Obst

Zubereitung:

Den Germ in die lauwarme Milch bröseln und unter Rühren auflösen. Das Mehl mit Zucker und Salz mischen, in eine Schüssel geben und mit der Germmilch vermischen. Mit etwas Mehl bestäuben und ca. 15 Minuten gehen lassen.

Butter und Ei zur Milchmischung geben und nochmal 15 Minuten gehen lassen.

Die Backform befetten und mit Zucker ausstreuen. Die Obst schälen und kurz in einem Topf erhitzen. Danach in die Backform legen.

Den Teig nochmal durchkneten und zu einem Laib in der Größe der Form formen. Auf das Obst legen, dabei ein wenig niederdrücken und weitere 20 Minuten gehen lassen.

Den Backofen auf 200°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Den Kuchen in den Ofen schieben und ca. 45 Minuten backen. Ich rate euch, die Form (zumindest jene, die unten zum Schließen sind) zur Sicherheit auf Backpapier zu stellen, da möglicherweise etwas Flüssigkeit vom Obst herausrinnt und diese sich dann sehr gut im Ofen festklebt.

Danach noch in der Form kurz stehen lassen und dann den Kuchen vorsichtig auf ein Teller stürzen. Dabei wirklich vorsichtig vorgehen, da sonst das Obst herunterfällt. Ich denke aber, dass bei einer Form, die am Boden gerade ist, das kein Problem sein darf. Bei Kranzformen, die unten rund sind, sieht das natürlich anders aus!

Ich wünsche euch gutes Gelingen und guten Appetit,

Eure Lisa!


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