Do what you love – love what you do

„Do what you love – love what you do“

… Das ist nicht nur der Leitspruch meines Blogs, sondern in gewisser Weise auch eines meiner Lebensmottos. Doch leider ist dieses in den letzten Monaten, um nicht zu sagen im letzten Jahr etwas in den Hintergrund gerückt.

Spätestens nachdem ich das Buch „Das Café am Rande der Welt“ von John Strelecky gelesen habe (Danke hier an meine Tante und meinen Onkel! Danke auch für das Bild damals mit dem Spruch des Blog-Titels – es hängt nach wie vor neben meinem Bett.), habe ich zu überlegen begonnen, was ich in meinem Leben neben meinen Vorsätzen für 2019 ändern oder worauf ich mich mehr fokussieren will. Die Hauptaussage des Buches lässt sich in wenigen Worten/Fragen zusammenfassen: Warum mit etwas warten, wenn man es doch auch sofort erledigen kann? Warum das Geld sparen, wenn es doch auch gleich ausgegeben werden kann für etwas, das man sich schon lange kaufen möchte? Warum erst im August auf Urlaub fahren und nicht gleich nächste Woche? Und warum verschwenden wir unsere Energie für Dinge, die uns nicht guttun, sei es der Job, Anforderungen im privaten Leben usw.? All diese Sachen sollen sofort geändert werden und nicht erst morgen.

Ich will hier keine große Rezension verfassen, jedoch noch kurz auf das Buch eingehen. Zu Beginn des Lesens dachte ich, was dieses Buch wohl für ein Fehlgriff war, aber glaubt es mir oder nicht, ich habe das Buch in einem Zug gelesen. Wahrscheinlich war es der Stil des Buches, der mir nicht gefiel, denn im Prinzip steht auf jeder Seite dasselbe nur etwas anders ausgedrückt. Das macht das Buch aber letzten Endes auch so gut, da ich danach die Hauptaussagen fest in meinem Gehirn verankert hatte. So viel dazu. Zurück zum eigentlichen Blogpost.

Wie bereits erwähnt, habe ich nach dem Lesen des Buches mein Leben einmal auf den Kopf und wieder zurück gedreht. Nicht, dass ich mit mir und meinem Leben unzufrieden wäre, das ganz und gar nicht und das will ich auch nicht vermitteln. Ich bin glücklich, mir geht es prächtig und lebe, wie schon lange nicht mehr. Dennoch habe auch ich so manche Dinge einfach weg- bzw. aufgeschoben und dachte immer „jaja, mach ich irgendwann, aber nicht heute“. Aber warum nicht? Warum schiebe ich den Umtausch meiner alten Inline-Skater immer auf? Nur weil die Garantie noch ein Jahr lang gültig ist und ich somit noch Zeit habe? Warum spare ich das Geld bis ins Ungewisse und kaufe mir nicht jetzt neue? Warum erst dann, wenn die alten weg sind, das Wetter wärmer und die Straße frei von Rollsplitt ist? Meine einfache Erklärung dazu ist folgende: Ich hatte/habe Angst. Angst vor einem erneuten Sturz (obwohl ich danach noch viele Kilometer gelaufen bin), Angst vor der einjährigen Pause, die ich machte (dass ich es nicht mehr kann – was für ein Schwachsinn haha), Angst vor Schmerzen im Knie und Angst davor, nicht den „richtigen“ Zeitpunkt zu wählen. Und vielleicht ein Stück Faulheit (in Bezug auf das Umtauschen und dem erneuten Kaufprozess – es könnte ja etwas schiefgehen).

Doch ruckartig hat mich letzte Woche irgendetwas dazu gebracht, dass ich die Sache angegangen bin. Vom Umtausch hin bis zum Neukauf. Wie fühle ich mich? Prächtig! Jetzt muss ich nur noch warten, bis das Wetter und die Straßenbeschaffenheit passen und ich kann endlich wieder tun, was ich liebe – „Do what you love – love what you do“. Und der Schritt dahin tat gut, auch wenn ich einen kleinen Finger dafür rühren musste.

Viele Aktivitäten habe ich dieses Jahr wieder erneut für mich gefunden, einfach weil ich über meinen Schatten gesprungen bin und gedacht habe „Do what you love“ – du hast es immer schon getan. Vermehrt Cello spielen, klettern, Yoga, Kraftsport, malen oder Gitarre spielen sind nur wenige der Dinge, die ich wieder bzw. öfter gemacht habe. Und es tat mir gut, weil ich sie liebe und immer schon tat.

Ich finde es wichtig, dass wir die Dinge tun, die uns Spaß machen und zwar sofort (oder zumindest so bald wie möglich). Auch wenn man aus der alltäglichen Routine, dem Fahrwasser oder der Comfort-Zone herausbrechen muss – es lohnt sich allemal.

Mit diesem Blogpost möchte ich euch dazu aufrütteln, die Dinge zu tun, die euch Spaß machen. Jetzt und nicht irgendwann. Ihr wollt euch Blumen kaufen, weil sie euch Freude bereiten und eine schöne Dekoration sind, aber habt es euch für „irgendwann nächste Woche“ vorgenommen? Macht es heute, es steht euch doch nichts im Weg! Und falls es an der fehlenden Vase liegt, kauft ihr entweder gleich eine passende oder steckt die Blumen in ein Glas. Die Inhaber des Lieblingsrestaurants wissen schon wieder nicht mehr, wie euer Name zu schreiben ist? Geht hin essen, am besten so zeitnah als möglich. Und außerdem wollt ihr wieder mehr in Form kommen, aber eure Kondition ist abgeschwächt und ihr traut euch nicht, eine Runde zu laufen, in den Sportkurs zu gehen oder Rad zu fahren? Tut es trotzdem – immerhin habt ihr es früher auch gemacht, gemocht und gekonnt, warum nicht dieses Mal auch?

Ausreden sind nur „Aus-Reden“ – ihr kennt sicher den folgenden Spruch: „Wer will, findet Wege, wer nicht, findet Ausreden.“ Ganz nach meinem zweiten Lebensmotto

„Ganz oder gar nicht.“

solltet ihr euer Vorhaben also ehest möglich durchsetzen oder es überhaupt lassen, denn aufschieben IST KEINE Lösung. Der minimale Aufwand, sei es ein Einkauf, eine verschwendete Stunde oder das Ausschütten von Stresshormonen, da ihr aus eurer Komfortzone rausmüsst, sind es wert, denn „do WHAT YOU LOVE“ impliziert Positives – „love what you do“, wodurch alle eure kleinen Umwege schnell vergessen sind und ihr endlich das tut, was euch glücklich macht. Aufschieben oder warten bis irgendwann gibt es nicht. Auch für mich nicht mehr.

Zusammenfassend noch einmal die wichtigsten Punkte:

  • Do what you love – love what you do. Was ihr früher mochtet, mögt ihr heute genauso.
  • Ein minimaler Aufwand an Mehr ist vielleicht nötig, aber unumgänglich.
  • Das Vorhaben nicht aufschieben: Die Umsetzung sollte so bald wie möglich geschehen. Dabei wirklich zwischen Ausreden und tatsächlichen Gründen abwägen. Ein Beispiel: Der Kaffeetratsch mit der besten Freundin geht erst in drei Tagen, weil ihr die anderen Tage bereits fix verplant (sprich Arbeit, andere Verabredungen, …) seid. Einkaufen oder „Gründe“ wie „Ich habe keine Zeit, weil da müsste ich eine Stunde warten.“ zählen nicht als Gründe. Ihr versteht mich.
  • Die richtige Situation/Zeit ist JETZT. Warum warten, wenn ihr es doch jetzt wollt? Durst wirkt ihr doch auch gleich mit Trinken entgegen?

In diesem Sinne würde ich mich freuen, wenn ihr mir verrät, was schon lange in eurem Herzen brennt, ihr aber immer noch nicht umgesetzt habt, weil die „richtige Situation“ noch nicht gekommen ist. Schreibt mir gerne einen Kommentar oder eine Nachricht und beginnt im Anschluss daran gleich mit der Umsetzung.

LISA


4 Gedanken zu “Do what you love – love what you do

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