Tipps für das Home-Office

Viele arbeiten zurzeit im Home-Office, weil sie nicht zur Arbeit gehen können oder so wie ich studieren. Ein Großteil derer, die von daheim aus arbeiten/lernen, hat  Schwierigkeiten, sich zu konzentrieren oder tatsächlich zu arbeiten, weshalb ich ein paar Tipps für euch parat habe.

Ich bin vermutlich eine der wenigen Studenten, die nur zu Hause produktiv lernen und arbeiten kann – call me Queen of Home-Office. Die meisten gehen dafür in die Bibliothek oder in ein Café, weil sie sich dort besser konzentrieren können. Bei mir ist genau das Gegenteil der Fall: Auswärts bin ich ständig abgelenkt, weshalb ich eigentlich immer in meinem Zimmer sitze und von dort aus arbeite und lerne. Es langweilt und stört mich nicht, oft mehrere Tage am Stück denselben Arbeits- und Wohnplatz zu haben. Ich mag es zu Hause insofern auch mehr, da ich mir die Zeit besser selbst einteilen kann und Home-Office für mich mehr positive Seiten hat als negative:

  • Ich kann länger schlafen, weil ich nicht pendeln muss.
  • Zuhause sein bedeutet frisch gekochte Gerichte und keine Mensa oder to-go-food: dies spart definitiv Geld und schmeckt bei Weitem besser!
  • Die Jogginghose ist gemütlicher als die Jeans.
  • Make-up-frei: Einerseits Zeitersparnis, andererseits besser für die Haut. Manchmal möchte ich mich aber auch für meine „einsamen“ Lern-/Arbeitsstunden hübsch machen. Dann tue ich das auch.
  • Dank meiner Disziplin kann ich meinen Tages-Plan auch während des Tages noch umstrukturieren.
  • Sport ist jederzeit möglich.
  • Für Snacks jeglicher Art ist gesorgt. Okay, ich muss ehrlich sein: Zumindest zu 90% ist dies ein für mich positiver Punkt.
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Ein Vorteil: Zeit für Frühstück wie Porridge mit Kirschen bleibt immer!

In Gesprächen über Lern- und Arbeitssituationen werden mir gegenüber immer dieselben Bedenken geäußert, wenn ich stolz erkläre, dass ich gerne und (fast) nur von zu Hause aus arbeite:

  • „Da ist man doch abgelenkt. Alles andere ist interessanter.“
  • „Ich schaue ja ständig aufs Handy und das ist mir in der Bibliothek dann doch peinlich.“
  • „Ich esse den ganzen Tag und würde nur zunehmen.“
  • „Wie kannst du dich da bitte motivieren?“
  • „… aber das Handy?!“
  • „Was, am Schreibtisch? Nein, ich würde den Tag im Bett verbringen.“

Das sind Sätze, die ich in Konversationen über das Home-Office wirklich immer zu hören bekomme. Doch ich finde nichts praktischer und schöner, als das Privileg zu haben, von zu Hause aus arbeiten zu können. Dies ist der Grund für meinen Blogpost – ich will euch nun Tipps geben, wie ihr von eurem Zuhause aus produktiv arbeiten und lernen könnt.

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1. Plan

Plant euch den Tag. Teilt euch fixe Uhrzeiten ein, an denen ihr arbeitet und Uhrzeiten, die ihr für Privates und Freizeit blockiert. Hält euch an den Plan, denn nur so habt ihr  einen strukturierten Arbeitstag und eine strikte Trennung von Arbeit und Freizeit.

Beginnt früh mit der Arbeit und nicht erst um 10:00 Uhr. Je mehr ihr am Vormittag erledigt, desto früher Schluss ist am Nachmittag/Abend.

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Apfel, Dinkelflocken und Kokosmilch, um mit Energie in den Tag zu starten. Der Kalender griffbereit, damit die Termine im Überblick behalten bleiben.

2. Ordnung und Flair

Schafft euch einen sauberen Arbeitsplatz und tut so, als wärt ihr tatsächlich in der Arbeit. Das bedeutet:

  • Ordentlicher Arbeitsplatz: Tisch und Sessel, nicht Bett und Decke.
  • Kleidung: Alltagskleidung und nicht Pyjama. Natürlich müsst ihr nicht Anzug oder ein Kleid tragen, aber zumindest etwas, das ihr nicht zum Schlafen trägt. Ich wechsle je nach Befinden zwischen Jeans bzw. schöner Kleidung und Jogginghose.
  • Make-Up: Ihr braucht euch nicht zu schminken, aber es kann durchaus zur Motivation beitragen.
  • Nicht gebrauchte Zettel, Bücher und Dinge des Alltags kommen weg, damit so wenig Möglichkeiten für ablenkende Tätigkeiten wie möglich am Tisch und/oder in unmittelbarer Nähe sind.

3. Handy, Internet & Co.

Viele begründen ihre Bedenken damit, dass sie von sozialen Medien, Whats-App oder dem Internet abgelenkt sind. Ich kann dies nicht ganz nachvollziehen. Mir ist es beispielsweise egal, wenn mein Handy neben mir liegt und vibriert. Erwarte ich eine wichtige Nachricht oder einen Anruf, dann weiß ich das ohnehin und kann dann immer noch schnell nachsehen. Jegliche Nachrichten oder Gruppenchat-Benachrichtigungen ignoriere ich bis zu meiner Pause. (Tipp: Alle Gruppenchats auf Whats-App stumm stellen.)

Dasselbe gilt für die Nutzung von sozialen Medien. In der Pause oder später am Tag ist Zeit dafür und nicht während der Arbeit. Es ist ganz einfach: Je mehr Minuten ihr mit der Ablenkung beschäftigt seid, desto weniger Zeit bleibt euch für die Erledigung der Aufgaben. Ich habe nicht Lust, länger als mein ursprünglicher Plan arbeiten zu müssen, nur weil ich auf Instagram gescrollt oder mich auf Pinterest inspirieren lassen habe. Ihr?

Tipps, die gegen den Griff zum Handy oder dem Surfen helfen könnten:

  • Das Handy in einen anderen Raum legen.
  • Das Handy ab- oder auf stumm schalten.
  • Sich von allen sozialen Medien abmelden – sowohl am Handy als auch am Laptop.
  • Beim Arbeiten am Laptop ohne den Gebrauch von Internet, die Wlan-Verbindung ausschalten.

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Pausen

Wichtig sind Pausen. Nicht nur Klopausen, sondern auch Pausen, in denen ihr etwas macht, das nicht mit der Arbeit zusammenhängt. Geht zum Sport, in den Garten oder die Natur, zeichnet, putzt, nehmt ein Bad und lest, …

Pausen beziehen sich nicht nur auf 5-minütige Arbeitsunterbrechungen, sondern dürfen auch einen gesamten Tag einnehmen. Ihr wisst ohnehin, wie viel Arbeit ansteht, deshalb könnt ihr euch diese auch gut ein- und aufteilen. Wenn ihr lieber am Donnerstag Vormittag das Haus putzt und am Nachmittag arbeitet, dann macht das so. Ihr geht am Vormittag gerne eine Runde spazieren? Nichts einfacher als das! Wichtig ist ein Plan und dass ihr die Pausen – egal wie kurz oder lang – sinnvoll verbringt. Legt euch zwischendurch nicht ins Bett und verfällt den sozialen Kanälen, dem TV oder Netflix, sondern fragt euch wirklich, was ihr wollt. (Ich will nicht sagen, dass ihr euch NIE auf die Couch oder auf das Bett setzen dürft; eure Pause ist nicht meine Pause! Aber es besteht durchaus die Gefahr, dass die weiche Unterlage euch zum Verweilen einlädt und ihr „vergesst“, zu eurem Schreibtisch zurückzukehren.)

Essen & Trinken

Achtet darauf, genug zu trinken. Da Wasser schnell langweilig werden kann, empfehle ich euch ungesüßte Tees. Im Winter warm, im Sommer kalt. Dazu am Abend oder Morgen einen Liter Tee zubereiten, diesen kühlstellen und dann genießen.

Mit Wasser alleine wird der Körper bald Hunger signalisieren. Startet mit einem gesunden Frühstück in den Tag und kocht euch zu Mittag ein leichtes Gericht mit viel Gemüse.

Meiner Erfahrung nach weiß ich, dass ich nach einem leichten Mittagessen leistungsstärker bin, als nach einem schweren, deftigen Gericht. Aber hört selbst auf euren Körper und gebt ihm das, was er braucht! Auf meinem Blog findet ihr sicher auch ein paar Inspirationen und Gerichte (wie beispielsweise den Bohneneintopf am Bild).

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Absprache mit anderen

Wenn ihr nicht alleine wohnt, sondern gemeinsam mit Familie, Partner oder Freunden, ist es wichtig, sich gegenseitig abzusprechen. Ihr müsst euren Mitbewohnern unbedingt klarmachen, dass ihr während der Arbeit nicht gestört werden wollt. Gegenseitiges Wertschätzen ist sehr wichtig, wenn ihr produktiv und ungestört arbeiten und Konflikte vermeiden wollt.

The key is not to prioritize what’s on your schedule, but to schedule your priorities.

Das waren meine Tipps, die euch hoffentlich helfen, im Home-Office konzentriert zu arbeiten. Für mich gibt es nichts Besseres als im Home-Office zu arbeiten, da Home-Office nicht nur aus Arbeit bestehen soll, sondern viel mehr umfassen darf.

Falls ihr nach dem Probieren meiner Tipps immer noch Schwierigkeiten habt, weitere Tipps für andere Leser oder allgemein Anregungen, Feedback oder Wünsche habt, schreibt mir gerne einen Kommentar. Ich freue mich!
LISA


6 Gedanken zu “Tipps für das Home-Office

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